Die Vereinigung Deutscher Autohöfe (VEDA e.V.) hat eine Forderung an den Bund, das BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) sowie an die Landesvertretungen der Länder, hinsichtlich einer einheitlichen Regelungen für die Sicherstellung der Versorgung für Lkw-Fahrer gestellt. Derzeit gilt die Regelung, dass Restaurants je nach Landesverordnung um 15.00 Uhr bzw. 18.00 Uhr geschlossen werden müssen. VEDA-Forderung: Keine Schließung der Autohof-Restaurants vor 22:00 Uhr.

Corona-Krise: VEDA fordert Sicherstellung der Abendversorgung von Lkw-Fahrern

Alexander Quabach, Geschäftsführer der VEDA: Die deutschen Autohöfe begrüßen die von der Bundesregierung und den Ländern ergriffenen Vorsorgemaßnahmen im Hinblick auf die sich täglich verschärfende Corona-Krise. Eingriffe in gewohnte Abläufe sehen wir unter den aktuellen Bedingungen als wesentliche Maßnahmen an und diese finden in unseren Betrieben kompromisslose Unterstützung.

Autohöfe stehen aber auch in einer besonderen Verantwortung bei der Sicherung der Lieferketten. Ohne die zuverlässige und verantwortungsvolle Arbeit der LKW-Fahrer bricht die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und allen wichtigen Versorgungsgüter zusammen. Die im normalen Tagesgeschäft schon stressigen Job´s der LKW-Fahrer werden derzeit hart auf die Probe gestellt.

Damit sich der Fahrer zumindest in seiner nächtlichen Ruhezeit ausreichend erholen kann, wollen die Autohöfe den Fahrern nach wie vor ein sicherer Hafen sein, in dem sie zuverlässig ihre Pause verbringen können und menschenwürdig behandelt werden. Dazu gehören ausreichend Parkplätze, saubere Duschen und auch ein Abendessen außerhalb der Fahrerkabinen. Die Begrenzung der Öffnungszeiten von Restaurants und Gasthäusern zur Infektionsprävention ist bundesweit Realität. Mit den beschlossenen Öffnungszeiten bis längstens 18:00 Uhr ist die Versorgung der LKW-Fahrer und Reisenden entlang der Autobahnen jedoch stark gefährdet. Entsprechend der Verwaltungsvorschriften zur StVO sind Autohöfe verpflichtet, nicht nur die Kraftstoffversorgung sondern auch den Reisebedarf aller Reisenden rund um die Uhr sicherzustellen. Die Ruhezeiten der LKW-Fahrer beginnen meist erst ab 18:00 Uhr. Die beschlossene frühe Schließung der Autohof-Restaurants gefährdet damit die Versorgung insbesondere der LKW-Fahrer und damit auch die nationalen und internationalen Lieferketten.

"Die Versorgung der LKW-Fahrer, die täglich entlang der Autobahn rasten und übernachten, muss unbedingt sichergestellt bleiben. Ohne Ihre Arbeit ist unser aller Versorgung in Gefahr", so Alexander Quabach.

Bei der Ausarbeitung der Notfallpläne ist es daher unbedingt notwendig, für die Restaurants der Autohöfe die Öffnungszeit bis 22 Uhr zu verlängern! Geforderte Restriktionen für Restaurants bezüglich Sitzabständen, Maximalbelegungen, Hygiene, etc. werden selbstverständlich umgesetzt und finden die volle Unterstützung der Autohof-Betreiber.

Durch die in jedem Bundesland unterschiedlichen Vorgaben sind Autohofbetreiber und vor allem die Reisenden völlig verunsichert. Wütende Proteste der LKW-Fahrer an den Autohöfen sind derzeit die Folge. Als Branchenverband fordert die VEDA bundesweit einheitliche und praktikable Regelungen. Der freie Fluss der Waren kann nur funktionieren, wenn es auch Menschen gibt die diese bewegen.

Pressekontakt VEDA e.V.:
Vereinigung Deutscher Autohöfe e.V.
Geschäftsführer Alexander Quabach
Tel.: 04154 / 5959083
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www.autohof.de

Bild: Pixabay.com

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